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Flüchtlinge: Höchster Stand seit 1994

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Genf. - Die Zahl der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen hat weltweit den höchsten Stand seit 1994 erreicht. Ein Hauptgrund hierfür ist der Syrien-Konflikt. Das geht aus dem neuen "Global Trends" Bericht hervor, den das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) am Mittwoch in Genf veröffentli...

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Weltbevölkerung wächst bis 2050 auf 9,6 Milliarden

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Startseite Entwicklung EZ Rio+20: Die Zukunft nicht verspielen
Rio+20: Die Zukunft nicht verspielen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Mittwoch, den 20. Juni 2012 um 09:57 Uhr
rio_plus20_80Berlin. - 20 Jahre nach dem "Erdgipfel" beginnt am Mittwoch in Rio de Janeiro die UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung. Zahlreiche nichtstaatliche Organisationen in Deutschland haben zum Auftakt des "Rio+20" Gipfels an die Bundesregierung appelliert, Handlungsfähigkeit zu beweisen und sich für eine Welt einzusetzen, die nachhaltiges Wirtschaften mit dem Einsatz gegen Armut und Hunger verbindet.

"Brot für die Welt" und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) erklärten, der "Rio-Prozess" stecke in einer schweren Krise. Die Staaten seien derzeit weit von einem konstruktiven Kompromiss entfernt. "Diese Konferenz muss ein deutliches Zeichen setzen, dass die Staaten bereit sind, die Überlebensfragen der Menschheit anzupacken: Bewahrung eines lebensfreundlichen Ökosystems und entschiedener Einsatz gegen Armut und Hunger", sagte EED-Vorstand Claudia Warning. "Wir beobachten aber mit großer Sorge, dass sich bei den Vorverhandlungen in Rio die EU und die G77+China blockieren und andere wichtige Länder wie die USA und Kanada sich Verpflichtungen ganz entziehen wollen. Die Industrieländer müssen endlich das 1992 in Rio vereinbarte Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung umsetzen und auf die Entwicklungsländer zugehen."

"Wir appellieren an die EU, Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen und mit konkreten Angeboten auf die klimapolitisch ambitionierten Entwicklungs- und Schwellenländer zuzugehen. Von unseren Ministern Altmaier und Niebel erwarten wir, dass sie ihr politisches Gewicht einbringen, damit die EU aus der Defensive herauskommt. Ohne verbindliche Ziele und Zeitpläne, die an die Millennium-Entwicklungsziele anknüpfen, ohne eine Stärkung der UN-Institutionen für Nachhaltigkeit und ohne die Unterstützung der Entwicklungsländer bei der Umsetzung droht in Rio ein Misserfolg, unter dem die Armen am meisten leiden werden", sagte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von "Brot für die Welt".

Das Kinderhilfswerk terre des hommes kritsierte, der Entwurf des Abschlussdokumentes sei bisher schwach und unkonkret und werde der Dimension der sozialen und ökologischen Herausforderungen nicht gerecht. "Es ist nicht zu akzeptieren, dass die Staatengemeinschaft in diesem dramatischen Moment von Klima-, Hunger- und Finanzkrise das Erbe der ersten Riokonferenz 1992 gefährdet und zum Beispiel einvernehmliche Prinzipien, wie die gemeinsame aber differenzierte Verantwortung der Staatengemeinschaft und das Verursacherprinzip ignoriert", erklärte Danuta Sacher, Vorstandsvorsitzende von terre des hommes.

"Ein besonderes Anliegen für uns als Kinderhilfsorganisation ist es, dass die Einführung eines wirkungsvollen Instruments wie Ombudsstellen für die Rechte zukünftiger Generationen Bestandteil der Abschlusserklärung bleibt", sagte Sacher. "Kinder stellen heute über die Hälfte der Weltbevölkerung. Klimawandel und Umweltzerstörung beeinträchtigen ihr Leben oder beenden es. Ihre Rechte und die der künftigen Generationen dürfen nicht kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen und nationalen Kalkülen geopfert werden."

"Die internationale Umwelt- und Klimapolitik kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie den engen Zusammenhang von Bevölkerungsdynamik, Frauenförderung und Gesundheit stärker berücksichtigt", erklärte Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung, im Vorfeld der Konferenz. "Bislang ist die politische Diskussion sowohl in Deutschland als auch auf internationaler Ebene zu stark auf technologische Lösungen gerichtet. Es kann nicht sein, dass ein wichtiger Lösungsweg völlig vernachlässigt wird: Investitionen in Familienplanung und in die Stärkung von Frauen. Jährlich können 215 Millionen Frauen nicht verhüten, obwohl sie dies gern möchten. Wenn sie Zugang zu freiwilliger Familienplanung bekämen, würde dies nicht nur ein wichtiges Menschenrecht verwirklichen, sondern zugleich den Druck auf Umwelt und Klima entschärfen. Die Themen Familienplanung und die Stärkung von Frauen müssen daher zwingend auf die Agenda des Rio+20-Gipfels."

www.uncsd2012.org
www.brot-fuer-die-welt.de
www.eed.de
www.tdh.de
www.weltbevoelkerung.de
Tags: Rio :: Nachhaltigkeit
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 20. Juni 2012 um 14:07 Uhr
 

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