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Startseite Wirtschaft Globalisierung Führungskräfte der deutschen Wirtschaft für "Neue Politik der Ökosozialen Marktwirtschaft"
Führungskräfte der deutschen Wirtschaft für "Neue Politik der Ökosozialen Marktwirtschaft" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Samstag, den 10. Dezember 2005 um 18:00 Uhr
BWABonn (epo). - Der Senat des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA), dem mehr als 120 Führungskräfte der deutschen Wirtschaft angehören, hat ein Thesenpapier für eine "Neue Politik der Ökosozialen Marktwirtschaft" verabschiedet. "Soziales, Umwelt und Wirtschaft werden nicht länger als Widerspruch gesehen", heißt es in einer Erklärung des Senats nach seiner Sitzung am 10. Dezember bei der Deutschen Welle in Bonn. Der BWA sehe sich mit seinen Thesen durch die neue Linie der Großen Koalition bestätigt.

Mit seiner neuen Form der Politikberatung strebe der BWA eine "intelligente Verknüpfung" von Wirtschaft, Umwelt und sozialem Ausgleich an, so BWA-Präsident Professor Dr. Dr. Franz Josef Radermacher. In dem Thesenpapier, an dem seit Sommer 2005 gearbeitet wurde, heißt es unter anderem: "Die Gleichzeitigkeit von Leistungsorientierung und sozialem Ausgleich ist für den BWA zentral. Es geht um Leistung und Gegenleistung, um Fairness und Gerechtigkeit." Der BWA schlägt als "Doppelstrategie" die Förderung Deutschlands als "einen der besten Standorte der Welt" und eine "Offensive für eine weltweite Diskussion über Globalisierungsgestaltung" vor.

Der BWA wolle sich für weit reichende Entlastungen der mittelständischen Wirtschaft einsetzen, kündigte der Verband an: "Inhabergeführte sowie kleine und mittlere Unternehmen sind vor übermäßiger Regulierung soweit wie möglich zu schützen. Der Regulierungsumfang sollte in Teilen größenabhängig gestaltet werden. Vor allem sollten stärker als bisher nicht entnommene Gewinne zum Aufbau einer besseren Eigenkapitalbasis und zur Förderung von Innovation genutzt werden können. Der lokal operierende Mittelstand sollte eher entlastet, internationale Akteure sollten eher verstärkt belastet werden", heißt es im Thesenpapier.

BWA-Präsident Radermacher warnte gleichzeitig vor Einseitigkeiten: "Auch wenn das Schaffen von Arbeitsplätzen wichtig ist, so geht es doch auch um die Qualität von Arbeitsplätzen. In der Wiederentdeckung des Sozialen und in einem von Europa ausgehenden Prozess, weltsoziale und weltökologische Fragestellungen stärker in das Zentrum internationaler Ordnungspolitik zu rücken, bestehen aus Sicht des BWA wichtige Ansatzpunkte für eine bessere Gestaltung der Globalisierung."

Der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann, BWA-Präsident Radermacher und BWA-Senatspräsident Christian Berner unterzeichneten eine Medienpartnerschaft. Bei der internationalen Präsentation des Standortes Deutschland und der Vermittlung wirtschaftlicher Inhalte im Inland könnten sich beide Organisationen "in idealer Weise gegenseitig unterstützen", heißt es in der Präambel der Vereinbarung. Der BWA hat neben seiner Bundesgeschäftsstelle in Berlin auch eine Geschäftsstelle in Bonn. Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft e.V. ist der Bonner Dieter Härthe.

Der BWA sieht sich nicht als Lobbyorganisation für partikulare Wirtschaftsinteressen, sondern "als Berater für integrative Gemeinwohllösungen für Politik und Wirtschaft - von der kommunalen bis zur globalen Ebene". Das Motto des Verbandes lautet: "Wirtschaft - das sind wir alle".

Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA)

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 27. Februar 2009 um 14:31 Uhr
 

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