Banner
759 Millionen Menschen sind Analphabeten

759 Millionen Menschen sind Analphabeten

Bonn (epo.de). - 759 Millionen Menschen weltweit können weder lesen noch schreiben. Daran hat die UNESCO anlässlich des Welttags der Alphabetisierung am 8. September erinnert. Wird nicht mehr getan, werden 2015 noch 710 Millionen Menschen nicht lesen und schreiben können, teilte die Deutsche UNES...

UNICEF-Bericht zur Umsetzung der Millenniumsziele

UNICEF-Bericht zur Umsetzung der Millenniumsziele

Köln/New York (epo.de). - Zehn Jahre nach Verabschiedung der Millenniums-Entwicklungsziele hat UNICEF eine gemischte Bilanz gezogen. Zwar habe es seit 1990 deutliche Fortschritte gegeben, heißt es im aktuellen Bericht "Fortschritt für Kinder" des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen. Millione...

Süd-Süd-Kooperation und westliche Hilfe: von- und miteinander lernen?

Süd-Süd-Kooperation und westliche Hilfe: von- und miteinander lernen?

Bonn (DIE). - In der Entwicklungspolitik sind neben den westlichen Gebern zunehmend auch Schwellenländer tätig. Diese neuen Geber, wie z. B. China, Indien, Brasilien oder auch Südafrika, treten zu einem Zeitpunkt auf die Bühne, da die westliche Gebergemeinschaft mühsam versucht, ihr Engagement ...

Niebel verstärkt Kooperation mit der Wirtschaft

Niebel verstärkt Kooperation mit der Wirtschaft

Stuttgart (epo.de). - Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) will die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft verstärken und dabei besonders auf den deutschen Mittelstand zugehen. "Wenn deutsche Mittelständler in Entwicklungsländern sozial- und umweltverträglich investieren, ist dies die beste E...

Germanwatch: Elektronikbranche muss nachhaltiger werden

Germanwatch: Elektronikbranche muss nachhaltiger werden

Berlin (epo.de). - Zum Start der 50. Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin (3. bis 8. September) hat die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch Unternehmen und Verbraucher dazu aufgerufen, verstärkt auf Nachhaltigkeit zu achten. Der anhaltende Boom im Elektroniksektor verschärf...

Newsletter


Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter! Er erscheint wöchentlich am Montag und informiert Sie über wichtige Termine und Themen der Woche. » Abonnieren (oder Abmelden)

epo.de twittert

Verfolgen Sie die epo updates auf twitter
twitter_100.png

Free Rice

free rice
Startseite
UNO stärkt Grundrecht auf Wasser PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 12:04 Uhr
unoBerlin (epo.de). - Die Annahme der Resolution zum Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen ist von nichtstaatlichen Organisationen begrüßt worden. Erfreulich sei vor allem, dass kein Land gegen die Resolution gestimmt habe und "dass das Recht auf sanitäre Grundversorgung enthalten ist, das bislang selten im Fokus der Vereinten Nationen stand", erklärte Michael Windfuhr, Leiter des Teams Menschenrechte bei "Brot für die Welt".

Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt setzt sich seit Jahren für eine verbesserte Anerkennung des Rechts auf Wasser und sanitäre Grundversorgung ein. Die Vereinten Nationen hatten am Mittwoch in New York das Recht auf sauberes Wasser als ein Menschenrecht anerkannt. Die UN-Vollversammlung verabschiedete eine entsprechende, von Bolivien vorgelegte und von 33 anderen Staaten unterstützte Resolution mit 122 zu null Stimmen. Allerdings enthielten sich 41 Länder der Stimme, darunter die Vereinigten Staaten und einige andere westliche Länder.

Zustimmung kam unter anderem aus Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Norwegen. In der Resolution äußerte sich die Vollversammlung besorgt darüber, dass geschätzte 884 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Mehr als 2,6 Milliarden haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Der Anspruch auf sauberes Wasser ist völkerrechtlich aber nicht verbindlich.

"Dass das Recht auf sauberes Wasser und sanitäre Grundversorgung von der UN-Vollversammlung offiziell als Menschenrecht anerkannt wird, ist ein großer Schritt nach vorne", sagte MISEREOR-Menschenrechtsexpertin Elisabeth Strohscheidt. "Für alle zugängliches, sauberes Wasser und eine sanitäre Grundversorgung sind Voraussetzung, um eine ganze Reihe von Menschenrechten wahrnehmen zu können, darunter die Rechte auf Nahrung und Gesundheit, aber auch auf Bildung."

Tom Koenigs von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, sagte: "Jetzt fängt die Arbeit erst an. Damit die Resolution mehr ist als ein kurzes Strohfeuer der politischen und medialen Aufmerksamkeit, muss der erzeugte politische Schwung genutzt werden, um auch die letzten Gegner von einer Kodifizierung des Menschenrechts zu überzeugen. Die Resolution führt noch nicht zu einem einklagbaren Recht. Sie muss jetzt Wegbereiter für eine rechtlich verbindliche Kodifizierung - beispielsweise in Form eines Zusatzprotokolls zum UN-Sozialpakt - sein."

"Ich finde es eine Schande, dass sich 41 Länder der Stimme enthalten haben, darunter so reiche Länder wie die USA und Kanada", sagte Niema Movassat, Mitglied im Bundestags-Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Fraktion DIE LINKE. "Ich freue mich, dass Deutschland zugestimmt hat. Doch das reicht nicht. Nun muss das Recht auch völkerrechtlich verbindlich und damit einklagbar werden. Dazu muss Deutschland endlich das Zusatzprotokoll der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte ratifizieren. Ansonsten bleibt die Regierung bei Lippenbekenntnissen." Das Menschenrecht auf Wasser müsse auch von allen internationalen Unternehmen anerkannt und von allen Staaten bei Projekten der Entwicklungszusammenarbeit eingehalten werden.

www.misereor.de
www.gruene-bundestag.de
www.brot-fuer-die-welt.de
www.linksfraktion.de
Tags: Wasser
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 12. August 2010 um 10:20 Uhr
 

1 Comment

  1. Dear consumer/customer, I think it's a shame how the Netherlands voted. One of the biggest suppliers of water education worldwide - UNESCO-IHE - is located in the Netherlands. ...and nevertheless... . The (national) government surely is consulted by them ... and teachers denying the claim for a right of water plus in the back an industry spreatting their knowledge worldwide can't be as good as they intend(ed) ot 2 be.

Add Comment

Kinderarbeit



Weltweit für Kinderrechte. Weltweit gegen Kinderarbeit. Eine Fotoausstellung des Don Bosco Network mit Bildern des brasilianischen Fotografen José Feitosa » mehr...

Straßenkinder

champions_donbosco_265

Die Fotoausstellung "Champions for South Africa" von Don Bosco JUGEND DRITTE WELT e.V. zeigt den Alltag von Straßenkindern in Südafrika - und ihre Freude am Fußball. » mehr...