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Startseite Kultur Sport CARE verleiht Preis an kenianische Sportinitiativen
CARE verleiht Preis an kenianische Sportinitiativen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Freitag, den 15. Juni 2012 um 00:00 Uhr
careBonn. - Die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg hat zum vierten Mal den CARE-Partnerschaftspreis verliehen, der lokale Hilfsorganisationen und ihren Kampf gegen Armut und Ausgrenzung würdigt. Drei Organisationen aus Kenia wurden für ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ausgezeichnet. Die Verleihung fand im Rahmen eines zweitägigen Benefiz-Golfturniers im Golf-Club Clostermanns Hof in Niederkassel statt.

Die Preisträger Ayiera Initiative, Safe Spaces und Boxgirls aus Kenia arbeiten in den Slums von Nairobi mit Kindern und Jugendlichen, um ihnen durch Sport eine Alternative zu Gewalt und Hoffnungslosigkeit zu bieten. Heribert Scharrenbroich, Präsident von CARE Deutschland-Luxemburg, betonte in seiner Laudatio: "Unsere Preisträger sind Pioniere, die es verstehen, die sportliche Leidenschaft junger Menschen für deren Persönlichkeitsentwicklung einzusetzen."

Sport sei für viele Kinder und Jugendliche in den Slums von Nairobi mehr als Wettkampf und Bewegung, betonte Scharrenbroich: "Es ist für einige Stunden Befreiung von ihrem tristen Alltag, von Hunger und allgegenwärtiger Gewalt. Für viele von ihnen ist es eine Hoffnung, dem Elend zu entkommen."

Ayiera Initiative, Safe Spaces und Boxgirls arbeiten mit dem CARE-Programm "Sozialer Wandel durch Sport" in den Armutsvierteln der Hauptstadt Nairobi, wo unzählige Flüchtlinge, Vertriebene und Zuwanderer aus ländlichen Regionen in provisorischen Blech- und Lehmhütten leben. Gewalt gehört hier zum Alltag, viele Kinder leben auf der Straße und können nicht zur Schule gehen.

Je ein Vertreter der drei Initiativen war aus Kenia angereist, um den Preis entgegenzunehmen. Peninah Nthenya Musyimi, Hamilton Ayiera Nyanga und Anjere Alfred Analo nahmen die Ehrung als Ansporn: "Genauso wie Leistungssportler werden wir uns nicht auf dieser Auszeichnung ausruhen, sondern gemeinsam mit Mädchen und Jungen, Frauen und Männern sowie der ganzen Gemeinde in unserer Heimat weiter trainieren. Mit ihnen streben wir keine Pokale an, sondern eine viel wichtigeres Ziel: Ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben."

Vor der Preisverleihung fand eine Talkrunde mit prominenten Persönlichkeiten aus der Sportwelt statt. Die Preisträger diskutierten mit dem ehemaligen Boxweltmeister Henry Maske, Fußballweltmeister Olaf Thon und weiteren Gästen unter der Moderation von Sportjournalist Heiko Wasser über die Bedeutung von Sport als Instrument der Entwicklung von jungen Menschen, gerade in ärmeren Weltregionen. Die Runde war sich einig: Sport bringt mehr als Vergnügen und Gesundheit, er kann ein wichtiger Motor für Entwicklung und Chancengleichheit sein. Deshalb betonte CARE-Präsident Scharrenbroich zum Schluss: "Wir wollen durch diese Preisverleihung auch in Deutschland für die Idee von sozialem Wandel durch Sport werben. Die drei Preisträger sind für uns große Vorbilder."

www.care.de
Tags: Sport
 

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