Banner
Obama erhöht Beitrag an Globalen Fonds

Obama erhöht Beitrag an Globalen Fonds

Berlin. - Für die kommenden drei Jahre hat US-Präsident Barack Obama anlässlich des G8 Gipfels in Nordirland insgesamt fünf Milliarden US-Dollar für den Globalen Fonds (GFATM) in Aussicht gestellt. Der Fonds soll Aids, Tuberkulose und Malaria endlich unter Kontrolle bringen. Aber ein US-Gesetz ...

UN fordern globales Handeln zur Bekämpfung von Dürre

UN fordern globales Handeln zur Bekämpfung von Dürre

Bonn. - UN Generalsekretär Ban Ki Moon hat eine kollektive globale Antwort auf das Problem der Dürre und einen Wandel weg von reinem Krisenmanagement hin zu Maßnahmen der Vorbeugung und der Widerstandsfähigkeit gegen Dürre gefordert. Die Kosten von vorbeugenden Maßnahmen seien minimal im Vergl...

Weltbevölkerung wächst bis 2050 auf 9,6 Milliarden

Weltbevölkerung wächst bis 2050 auf 9,6 Milliarden

Berlin. - Die Weltbevölkerung wird von heute knapp 7,2 Milliarden bis zum Jahr 2050 auf voraussichtlich 9,6 Milliarden Menschen wachsen. Mit dieser neuen Projektion haben die Vereinten Nationen ihre Hochrechnungen aus dem Jahr 2011 um rund 250 Millionen nach oben korrigiert. Ursache ist unter ander...

Zehn Millionen Kinder arbeiten in fremden Haushalten

Zehn Millionen Kinder arbeiten in fremden Haushalten

Genf. - Auf 10,5 Millionen schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) die Zahl der Kinder weltweit, die als Hausanstellte arbeiten müssen – oftmals unter gefährlichen oder gar sklavenähnlichen Bedingungen. In ihrem neuen Bericht, der anlässlich des Welttags zur Abschaffung der Kind...

Oxfam-Studie belegt Ausbeutung auf Mango-Plantagen

Oxfam-Studie belegt Ausbeutung auf Mango-Plantagen

Berlin. - Fast jede dritte Mango, die in Deutschland verzehrt wird, kommt aus Peru. Die Hilfsorganisation Oxfam hat am Dienstag die Studie "Mangos mit Makel" veröffentlicht, die zeigt, unter welchen harten Bedingungen Arbeiterinnen und Arbeiter die Früchte dort produzieren müssen. Mitverantwortli...

Newsletter


Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter! Er erscheint wöchentlich am Montag und informiert Sie über wichtige Termine und Themen der Woche. » Abonnieren (oder Abmelden)

epo.de twittert

Verfolgen Sie die epo updates auf twitter
twitter_100.png

Free Rice

free rice
Startseite
WWF: Überfischung weiter kritisch PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Montag, den 09. Juli 2012 um 14:33 Uhr
thunfisch_fangflotte_wwfBerlin. - Die Weltmeere sind weiterhin massiv überfischt. Zu dieser Einschätzung kommt der WWF angesichts des am Montag veröffentlichten Weltfischerei-Reports der FAO. Danach liegt der Anteil überfischter Bestände nach 32 Prozent in 2010 weltweit bei nun 30 Prozent, während das Kontingent der Fischbestände mit Reservepotential auf nur noch 13 Prozent schrumpfte.

"Die Fischwelt ist weiter fest im Würgegriff der globalen Fangflotten", erklärte Karoline Schacht, Fischereiexpertin des WWF. "Die langsame Verbesserung macht deutlich, wie weit wir tatsächlich noch von nachhaltiger Fischerei und gesunden Meeren entfernt sind."

Der alle zwei Jahre erscheinende Report zum Zustand der weltweiten Fischerei und Aquakultur belegt aus der Sicht des WWF auch, wie wichtig Fischerei und die Versorgung mit Fisch als Nahrungsgrundlage für Millionen Menschen geworden ist. Etwa 10 bis 12 Prozent der Weltbevölkerung waren im Jahr 2010 direkt oder indirekt von der Fischerei abhängig, da sie den Großteil ihres Lebensunterhaltes stellt. Gleichzeitig sind die Entwicklungsländer die Top-Exporteure von Fisch - ihr größter Abnehmer ist die EU. "Darin steckt eine große Verantwortung für uns", so Schacht. "Europa muss seine eigenen Fischbestände besser pflegen. Nur so können wir den Anteil der Fischimporte von heute 60 Prozent drastisch reduzieren und damit auch die Nahrungsgrundlage für die Menschen sichern, die vom Fisch stärker abhängen als wir."

Die EU Kommission hatte der europäischen Fischerei kürzlich einen traurigen Spitzenplatz im globalen Vergleich attestiert: Trotz positiver Entwicklung in einigen Fanggebieten bzw. bei einigen Beständen seien 47 Prozent der europäischen Bestände überfischt. Gleichzeitig sei der Zustand von rund zwei Drittel der Bestände unbekannt, weil die Daten nicht ausreichten. "Europa braucht für die nächste Dekade den radikalen Kurswechsel in seiner Fischereipolitik. Der gelingt nur mit Rückwurfverboten, weniger Fangkapazität und Fangquoten, die den wissenschaftlichen Empfehlungen entsprechen", fordert Schacht.

Weltweit wächst der Bedarf für Fisch. Nach Analysen der FAO stieg der jährliche Verbrauch pro Kopf jetzt auf die höchste je ermittelte Menge von 18,4 Kilogramm. Damit stellt sich die Frage, wie die ständig wachsende Nachfrage in Zukunft gestillt werden kann. "Wir müssen heute verhindern, dass morgen der Fisch ausgeht. Die überfischten Bestände brauchen langfristige Wiederaufbaupläne, um in Zukunft wieder deutlich produktiver zu sein", so Fischereiexpertin Schacht. Nach WWF Ansicht sei es keine Lösung, einfach die bislang moderat genutzten Bestände ohne strikte Auflagen stärker auszubeuten: "Wir dürfen nicht unser jahrzehntelanges Fehlverhalten auch noch auf die letzten unversehrten Reserven übertragen."

Die Welternährungsorganisation FAO wertete Daten zu 395 Beständen aus, die 70 Prozent des Weltfischfangs repräsentieren. Für das Jahr 2011 wird die weltweite Fischproduktion auf die Rekordhöhe von 154 Millionen Tonnen geschätzt. Der Ertrag aus Meeresfischerei stagniert dabei seit Mitte der 1990er Jahre und liegt bei knapp 80 Millionen Tonnen. Eine rapide Entwicklung machte die Meer- und Süßwasserzucht von Fischen. Sie versorgt heute schon 42 Prozent des globalen Marktes mit ihren Produkten.

Foto: Thunfisch-Fangflotte © WWF

www.fao.org
www.wwf.de
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. Juli 2012 um 11:46 Uhr
 

1 Comment

  1. Viele Gewässer, insbesondere die Meere sind überfischt. Viele Arten sind wegen zu hoher Fangquoten und umweltzerstörender Fangtechniken nahezu ausgerottet. Aquafarmen sind keine Alternative, da sie im höchsten Maße umweltgefährdend und tierquälerisch sind. Weltweit werden so ca. 16 Mio. Tonnen Fisch gezüchet. Meist wird nur eine einzige Art in Monokultur mit umfangreicher Technik und Chemikalien auf engstem Raum herangezogen. Kraftfuttercocktails sollen die Fische schnellstmöglich verkaufsreif wachsen lassen. Die Stoffwechselprodukte der Fische verursachen eine explosionsartige Ausbreitung der Algen und eine ökologische Zerstörung des Gewässers. In Anbetracht der Schadstoffbelastungen der Meere wird deutlich, daß Fisch kein gesundes Nahrungsmittel sein kann, denn aus verschmutzten Gewässern können keine "unverschmutzten" Fische kommen.

Add Comment

Kinderarbeit

kinderarbeitWeltweit für Kinderrechte. Weltweit gegen Kinderarbeit. Eine Fotoausstellung des Don Bosco Network mit Bildern des brasilianischen Fotografen José Feitosa » mehr...

Straßenkinder

champions_donbosco_265
Die Fotoausstellung "Champions for South Africa" von Don Bosco JUGEND DRITTE WELT e.V. zeigt den Alltag von Straßenkindern in Südafrika - und ihre Freude am Fußball. » mehr...